Aus dem Pfarrhaus Ibach

Bild wird geladen...
Frust
Im letzten September haben wir an dieser Stelle bereits einen Bericht über "Frust" geschrieben.
Marianne Kündig,
Das Thema Frust ist immer wieder sehr präsent. Wir bekommen Anrufe, in denen der Frust an uns ausgelassen wird. Oder wir erhalten frustrierte Briefe, leider meistens ohne Absender. So bekamen wir letzte Woche einen Umschlag mit einer Pfarrblattausgabe. Es war eine Ausgabe, die an alle Haushaltungen in Ibach verschickt wurde. Wir haben da offenbar eine Person getroffen, die sich die grosse Mühe gemacht hat, das Pfarrblatt zu zerreissen, es in einen Umschlag zu verpacken und an uns zurück zu schicken. Es stand eine Nachricht darauf,
leider nicht vollständig zu entziffern.

Wer wurde nicht auch schon von frustrierten Menschen angefeindet? Man soll die Maske tragen und wenn schon dann richtig, im Laden nicht jeden Apfel im Gestell antasten, Abstand zum Vorderen halten, gefälligst in die Armbeuge niesen etc.

Es ist für viele Menschen schwierig, in der jetzigen Zeit positive Gedanken zu haben – irgendwie verständlich, aber eigentlich auch traurig. Ich wünsche mir sehr, dass auch diese frustrierte Menschengruppe sich über die üppige Farbenpracht des Frühlings freuen kann. Vielleicht legt man uns nächstes Mal statt einem zerrissenen Pfarrblatt einen Blumenstrauss in den Milchkasten.