Aus dem Pfarrhaus

Adventskranz1 (Foto: Pfarramt Ibach)

Zeit der Vorfreude.
Ursula Ruhstaller,
In den oft düsteren und kalten Novembertagen sehnen sich viele Menschen nach Licht und Wärme. So überrascht es nicht, dass das Licht ein wichtiges Symbol der Adventszeit ist. In vielen Stuben steht in diesen Tagen ein Adventskranz mit vier Kerzen. Jeden Sonntag dürfen wir ein Licht mehr entzünden als Zeichen dafür, dass die Ankunft Gottes in unserer Welt immer näher kommt. Das Dunkel des Novembers wird im Dezember vom Licht der Hoffnung durchbrochen.

Den Adventskranz gibt es seit fast zweihundert Jahren. Als Erfinder gilt der Deutsche Johann Hinrich Wichern. Er leitete in Hamburg das «Raue Haus», ein Heim für Waisenkinder. Alle Jahre musste er sich in der Vorweihnachtszeit die gleiche Frage anhören: «Wie lange dauert es noch bis Weihnachten?». Im Jahr 1839 stellte Johann Wichern im Andachtsraum des Kinderheimes deshalb zum ersten Mal ein grosses Wagenrad aus Holz auf. Dieses schmückte er mit 20 kleinen roten Kerzen für die Wochentage und 4 grossen weissen Kerzen für die Sonntage. Jeden Tag zündete er am Abend zusammen mit den Kindern eine neue Kerze an. So konnten sie sehen, wie Weihnachten täglich ein Stück näher rückt, bis am 24. Dezember der ganze Kranz im Kerzenlicht erstrahlte. In den darauffolgenden Jahren wurde der Holzkranz mit Tannengrün und roten Schleifen geschmückt – so wie wir ihn heute noch kennen. Heute sind von den ursprünglich 24 Kerzen nur noch vier übrig geblieben: Eine Kerze für jeden Sonntag.

Lassen auch wir uns von der Vorfreude der Kinder anstecken, wenn das Licht der Adventskerzen unsere Wohnung erhellt.
Pfarreien Ibach, Schwyz, Seewen
Römisch-Katholische Kirchgemeinde Schwyz
Bereitgestellt: 26.11.2022